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Bernhard Dähler aus Gesellschaft zu Basel schrieb am 13.04.2023 um 08:09
Werte Rolandsbrüder

Am Ostermontag, 10.04.2023 ist der einheimische Rolandsbruder Wolfgang Möckel für immer eingeschlafen.

Wolfgang wurde am 21.09.1931 in Leipzig geboren. Er verbrachte die Kinder- und Jugendjahre während des Krieges im Osten von Deutschland.
Nach Beendigung des Krieges 1945 absolvierte er die Lehre zum Zimmermann.
Im Osten wollten die Behörden damals das Handwerk kollektiv in den Bergbau schieben. Diese Idee war nicht im Sinne von Wolfgang.
Er verliess als junger Zimmermann den Osten von Deutschland und fand im Ruhrpott nach dem Krieg sofort Arbeit.
Auf einer Baustelle lernte er die Rolandsbrüder kennen und wurde am 05.08.1950 in Duisburg erwandert.
Seine Wanderschaft führte ihn durch den Westen Deutschlands. Stationen seiner Tippelei waren Mannheim, Lörrach, Hamburg, Bonn, Braunschweig, Kaiserslautern und Luzern.
Als einheimischer Rolandsbruder reiste er in der Gesellschaft Bellinzona zu, so verbrachte er ein paar Jahre im Süden der Schweiz und baute die Lehrgerüste für die zahlreichen Brücken im Kanton Tessin.
Im Jahre 1972 reiste er in der Gesellschaft Basel zu.

Ich bin seit 2007 einheimischer Rolandsbruder in der Gesellschaft Basel und habe Wolfgang als engagierten, interessierten und unterhaltsamen Freund lieb gewonnen.
Zu seinem 90-igsten Geburtstag erzählte er uns seine Lebensgeschichte am Sonntagnachmittag zu Kaffee und Kuchen. Somit konnte ich euch nun einen kurzen Abriss seines Lebens mitgeben.

Der Abschied von Wolfgang findet im engsten Familienkreis statt.

Ich bin traurig, dass Wolfgang nicht mehr unter uns weilt, weiss aber, dass er sein Leben in fast 92 Jahren ausgekostet hat. Vielen Dank Wolfgang für die gemeinsame Zeit mit Dir.

Bernhard Dähler
Einheimischer Rolandsbruder
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